Die Gebietskörperschaften im Metropolitanraum Zürich tragen mit den folgenden Stossrichtungen dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Metropolitanraum Zürich zu stärken und ein lebenswertes Umfeld für die gesamte Bevölkerung zu schaffen.
Den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Für die Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes ist es insbesondere notwendig, dass sich innerhalb des Metropolitanraumes attraktive Wohnstandorte für alle Bevölkerungsgruppen finden lassen. Auch sind gemeinsam getragene Standards für die soziale Sicherung und den sozialen Ausgleich notwendig.
Die kulturelle Vielfalt pflegen
Die einzelnen Gebietskörperschaften tragen durch ihr Engagement dazu bei, die Freizeit-, Sport- und Kulturangebote für alle Bevölkerungsgruppen zu pflegen und durch eine verstärkte Bündelung und Vernetzung weiter zu fördern.
Die Integration aktiv gestalten
Um die Migrationsbewegungen positiv gestalten zu können, werden die Integrationsanstrengungen verstärkt und entsprechende Angebote koordiniert und vernetzt, insbesondere im Bereich der Bildungsbeteiligung und der Förderung der Sprachkompetenz. Der Metropolitanraum bemüht sich um die Stärkung der Integrationskraft des Sportes und des Vereinslebens.
Sicherheit gewährleisten
Um auf zunehmend auch grossräumige Herausforderungen angemessen reagieren zu können, ist ein abgestimmtes Vorgehen im Gesamtraum notwendig. Durch eine Koordination und Kooperation aller sicherheitsrelevanten Akteure bleibt die Handlungsfähigkeit bei grenzübergreifenden Ereignissen gewahrt und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wird gestärkt.
Der Jugend eine Perspektive vermitteln
Durch ein ausreichendes und breites Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten soll Jugendlichen die Integration in die Arbeitswelt erleichtert und ein erfolgreicher Start in ihre berufliche Zukunft ermöglicht werden. Die Vielfalt an Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten im Metropolitanraum deckt die vielfältigen Facetten der Jugendkultur ab.
Die Identifikation fördern
Zur Verstärkung der Identität wird ein gemeinsames Bewusstsein für den Gesamtraum geschaffen, etwa über Begegnungsmöglichkeiten und Events unterschiedlichster Art oder eine profilierte Medienpräsenz in allen Teilräumen. Die verschiedenen Aktivitäten werden unter einer Dachmarke «Metropolitanraum Zürich» kenntlich gemacht und kommuniziert. Dieses Label gibt dem Metropolitanraum ein Gesicht und schafft nationale und internationale Aufmerksamkeit.
Den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung gerecht werden
Mit attraktiven Angeboten für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs, einer hohen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und geeigneten Angeboten in den Bereichen Weiterbildung und Kultur wird den veränderten Ansprüchen der älteren Menschen Rechnung getragen. Optimal ausgestattete Wohnsiedlungen in Zentrumsnähe sowie individuelle Pflegedienstleistungen unterstützen das selbständige Wohnen.
Titel des Projekts: «Diskussions-Raum Gemeinden»
Kurzbeschrieb /Ziel: In einem Metropolitanraum werden politische, wirtschaftliche und soziale Interessen greifbar, die bis anhin im lokalen Raum nicht oder kaum sichtbar sind. Im Metropolitanraum entstehen neue Vergleichsmöglichkeiten und Benchmarks, wie beispielsweise zwischen Wohn- und Lebensqualität, zwischen Steuerbelastung und öffentlichen Versorgungsangeboten, zwischen Kulturteilnahme und -konsum, zwischen Bildungsangeboten und Arbeitsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund präsentieren sich Städte und Gemeinden des Metropolitanraumes Zürich ganz unterschiedlich, stehen aber zum Teil vor ganz ähnlichen Herausforderungen. Der Metropolitanraum Zürich stellt eine Chance dar, Gemeinden eine Plattform für mannigfaltigen Austausch in Richtung der Stärkung gemeinsamer Identitäten und Vorgehensweisen zu geben.
Interessierten Gemeinden wird eine Plattform geboten, ihre Qualitäten, ihre Probleme und ihre Bezüge über den Metropolitanraum hinaus zu diskutieren und auszutauschen. Es können Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden, sei es in regionalen Verbünden, sei es in projektbezogenen Kooperationen. Besonders interessante Fragen dürften die Synergien zwischen Stadt und Land, zwischen Hubfunktion und Tourismus, zwischen lokalen und überregionalen Herausforderungen betreffen. Mit der Gemeinde-Plattform werden auch erste Schritte dahingehend unternommen, das Bewusstsein der Bevölkerung, welche i.d.R. in diesem Raum sehr mobil ist, auf die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Anliegen des Metropolitanraums zu schärfen.
Federführung: Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Kompetenzzentrum Regional- und Stadtentwicklung
| Impressum | aktualisiert: 25.08.2010, 13:08 |