«Eine Überraschung war die Vielfalt an Landschaften auf so engem Raum.»

Paul Pfister
Interview mit Paul Pfister, Kantonsplaner Aargau und Mitglied der Projektsteuerung «Parklandschaft»

Paul Pfister, Sie leiten als Mitglied der Projektsteuerung das Projekt «Parklandschaft».Welche Ziele verfolgt dieses Projekt?
Mit dem Projekt wird aufgezeigt, über welche wichtigen und wertvollen Landschaftsräume der Metropolitanraum Zürich verfügt. Diese Landschaften sollen in ihrer Vielfalt erhalten und in einem Gesamtbild «Parklandschaften» dargestellt und positioniert werden. Sie weisen ein attraktives Angebot an Naherholungsräumen, Natur- und Kulturräumen auf. Sie sind identitätsstiftend, sind Ausdruck der hohen Lebensqualität und haben eine wichtige Ausgleichsfunktion. Sie stehen jedoch zunehmend unter dem Druck der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Mit dem Projekt soll deshalb aufgezeigt werden, wie mit konkreten Massnahmen die reizvollen Landschaften im Metropolitanraum gesichert und entwickelt werden können.

Welches Vorgehen haben Sie gewählt, um diese Ziele zu erreichen?
Zuerst mussten die wichtigsten landschaftsbezogenen Naherholungsräume im Metropolitanraum identifiziert und methodisch in einer Gesamtsicht dargestellt werden. Mit Bildern werden die Identitäten und Potenziale, aber auch die Herausvorderungen der metropolen Landschaft aufgezeigt. Mit Initialprojekten sollen alsdann Impulse für die gemeinsame Weiterentwicklung der Parklandschaft gegeben werden.

Welche Erkenntnisse konnten bis heute schon gewonnen werden?
Wir waren überrascht, wie weitgehend typische Landschaftsräume zur Identität des Metropolitanraums beitragen. Denken Sie an die Rigi oder den Rheinfall, die weit über den Metropolitanraum ausstrahlen. Eine weitere Überraschung war die Vielfalt an Landschaften auf so engem Raum: naturnahe Flusslandschaften, Seelandschaften oder Berg- und Gebirgslandschaften mit fantastischen Aussichtslagen usw. Die Vielfalt der Landschaften spiegelt sich auch in einem breiten Angebot an regional typischen Spezialitäten und Köstlichkeiten welche die Landwirtschaft produziert.

Wird die Bevölkerung im Metropolitanraum von diesem Projekt profitieren?
Das Sichern und Vernetzen von attraktiven Landschaften und Freiräumen in Siedlungslandschaften erhöht die Lebensqualität für die Bevölkerung ganz konkret. Die Bevölkerung erhält landschaftsbezogene Freizeit- und Naherholungsangebote. Dann geht es uns aber auch ums Sensibilisieren für landschaftliche «Perlen», die im Metropolitanraum durch die Siedlungsentwicklung immer mehr unter Druck geraten.

Was bringt das Projekt den Raumplanungsverantwortlichen in den politischen Gemeinden des Metropolitanraums?
Das Projekt zeigt den Gemeinden zum einen, welches Potenzial in der attraktiven Parklandschaft des Metropolitanraums liegt. Zum anderen zeigt es aber auch die Herausforderungen, die damit zusammenhängen und die nicht an der Kantonsgrenze, geschweige denn an der Gemeindegrenze, haltmachen. Es braucht gemeinsame Anstrengungen, die übergeordnet koordiniert und umgesetzt werden.

Was interessiert Sie persönlich an dieser Aufgabe?
Es ist für mich als Kantonsplaner des Kantons Aargau spannend, den Metropolitanraum Zürich mit der «Landschafts- und Freiraumbrille» zu betrachten. Oft stehen in der Raumentwicklung ja die Interessen der Siedlung und der Infrastruktur im Zentrum. Mit dem Projekt haben wir die Vorzeichen gewechselt und fokussieren auf Landschaft und Natur. Es macht Freude, die Qualitäten und Chancen der metropolen Parklandschaft zu entdecken. Eine Herausforderung ist der grosse Projektraum, welcher sich über acht Kantone erstreckt. Einerseits bedingt das eine hohe «Flughöhe» um Übersicht zuhaben, andererseits braucht es aber auch Bodenkontakt zu den Menschen und eben zu den Landschaften.

Charakterlandschaften des Metropolitanraums Zürich
Charakterlandschaften des Metropolitanraums Zürich

Welche Erkenntnisse konnten bis heute schon gewonnen werden?
Wir waren überrascht, wie weitgehend typische Landschaftsräume zur Identität des Metropolitanraums beitragen. Denken Sie an die Rigi oder den Rheinfall, die weit über den Metropolitanraum ausstrahlen. Eine weitere Überraschung war die Vielfalt an Landschaften auf so engem Raum: naturnahe Flusslandschaften, Seelandschaften oder Berg- und Gebirgslandschaften mit fantastischen Aussichtslagen usw. Die Vielfalt der Landschaften spiegelt sich auch in einem breiten Angebot an regional typischen Spezialitäten und Köstlichkeiten welche die Landwirtschaft produziert.

Wird die Bevölkerung im Metropolitanraum von diesem Projekt profitieren?
Das Sichern und Vernetzen von attraktiven Landschaften und Freiräumen in Siedlungslandschaften erhöht die Lebensqualität für die Bevölkerung ganz konkret. Die Bevölkerung erhält landschaftsbezogene Freizeit- und Naherholungsangebote. Dann geht es uns aber auch ums Sensibilisieren für landschaftliche «Perlen», die im Metropolitanraum durch die Siedlungsentwicklung immer mehr unter Druck geraten.

Was bringt das Projekt den Raumplanungsverantwortlichen in den politischen Gemeinden des Metropolitanraums?
Das Projekt zeigt den Gemeinden zum einen, welches Potenzial in der attraktiven Parklandschaft des Metropolitanraums liegt. Zum anderen zeigt es aber auch die Herausforderungen, die damit zusammenhängen und die nicht an der Kantonsgrenze, geschweige denn an der Gemeindegrenze, haltmachen. Es braucht gemeinsame Anstrengungen, die übergeordnet koordiniert und umgesetzt werden.

Was interessiert Sie persönlich an dieser Aufgabe?
Es ist für mich als Kantonsplaner des Kantons Aargau spannend, den Metropolitanraum Zürich mit der «Landschafts- und Freiraumbrille» zu betrachten. Oft stehen in der Raumentwicklung ja die Interessen der Siedlung und der Infrastruktur im Zentrum. Mit dem Projekt haben wir die Vorzeichen gewechselt und fokussieren auf Landschaft und Natur. Es macht Freude, die Qualitäten und Chancen der metropolen Parklandschaft zu entdecken. Eine Herausforderung ist der grosse Projektraum, welcher sich über acht Kantone erstreckt. Einerseits bedingt das eine hohe «Flughöhe» um Übersicht zuhaben, andererseits braucht es aber auch Bodenkontakt zu den Menschen und eben zu den Landschaften.