Impressionen vom Schlussworkshop zum Projekt Fachkräftepotenzial

Das Projekt Fachkräftepotenzial steht kurz vor dem Abschluss. Nachdem im vergangenen Herbst in einer Umfrage bestehende Projekte zur Aktivierung des inländischen Fachkräftepotenzials identifiziert und in zwei Expertenworkshops diskutiert wurden, fand gestern der Schlussworkshop statt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Bildungsinstitutionen und öffentlichen Verwaltungen trafen sich im Konferenzzentrum Walcheturm, um die erarbeiteten Handlungsempfehlungen und Best Practices zu diskutieren, zu validieren sowie die Prioritäten bei der Umsetzung festzulegen.

Dr. Aniela Wirz, Projektleiterin und Leiterin der Fachstelle Volkswirtschaft des Kantons Zürich, stellte in einem ersten Schritt die wichtigsten Umfrageergebnisse vor. Basierend auf diesen hat das Projektteam sechs übergeordnete Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese reichen von der besseren Nutzung des Potenzials von Frauen und älteren Arbeitskräften über die Optimierung der MINT-Nachwuchsförderung bis hin zur Implementierung einer nationalen Gesamtstrategie zur Überwindung von Partikularinteressen.

Freude an der Technik früh wecken
In kleinen Gruppen diskutierten die Anwesenden die sechs Handlungsempfehlungen und wählten diejenigen untergeordneten Massnahmen, die ihnen prioritär erschienen. Gleichzeitig bezeichneten sie den Akteur, den sie für die Umsetzung primär in der Pflicht sahen. Viel Zustimmung erhielt etwa die Massnahme «Förderung der Begeisterung für MINT-Fächer bei 6- bis 12-jährigen Kindern». Das dazu präsentierte Best-Practice-Beispiel des Labors Technolino, in welchem Lehrlinge aus verschiedenen Industriebranchen Kindern Themen wie Automation, Robotik oder Energie näherbringen, stiess auf grosses Interesse (zum Interview). Zuletzt diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die konkrete Umsetzung der Massnahmen, denn – und darin waren sich alle einig – das Projekt Fachkräftepotenzial soll nicht zu einem Papiertiger verkommen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Projektwebseite.

Stimmen zum Workshop

«Rauchende Köpfe schaffen mehr Wohlstand als rauchende Schlote. Unsere Wirtschaft kann ihre Wettbewerbsfähigkeit nur erhalten, wenn sie auf genügend rauchende Köpfe in Form hervorragend ausgebildeter Fachkräfte zurückgreifen kann.» Regierungsrat Ernst Stocker

«Ich glaube an das Projekt Informa, weil es hilft, die Kompetenzen von Arbeitnehmern gezielt und innert nützlicher Frist zu entwickeln. Das Projekt Fachkräftepotenzial erlaubt es mir, das Projekt bekannter zu machen und zu verbreiten.» Tony Corvi, Stellvertretender Leiter IT Post und Mitglied der Geschäftsleitung, über das Best-Practice-Beispiel Informa

«Bei allen Teilnehmenden ist Aufbruchstimmung zu spüren und die Bereitschaft zur Kooperation – sogar die Organisationen der Arbeitswelt und die Betriebe sind plötzlich offen für die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung. Dies ist auch zwingend notwendig, denn dem Fachkräftemangel können wir langfristig nur gemeinsam begegnen.» Benno Kälin, Stellvertretender Leiter Amt für Berufsbildung Schwyz

«Wir alle müssen Verantwortung übernehmen, wenn es um das Teilen von Best Practices geht – nur so können wir gemeinsam die besten Lösungen für das Problem Fachkräftemangel finden». Annette Luther, General Manager Roche Diagnostic International AG

«Mit dem Projekt Fachkräftepotenzial wurde zum ersten Mal eine strukturierte Auslegeordnung der laufenden Best-Practice-Projekte im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel in der Schweiz erstellt. Heute liegen wertvolle Handlungsempfehlungen vor, welche gemeinsam von Politik, Wirtschaft und den Verbänden priorisiert und letztlich in einen umsetzbaren Massnahmenkatalog überführt werden können». Martin Reichle, Owner / Vice Chairman R&M