Strukturwandel im Detailhandel: Stimmungsbericht aus der Abschlussveranstaltung

Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, dem Detailhandel und der Immobilienbranche aus dem Metropolitanraum Zürich kamen am 21. März ins Zürcher Restaurant Daizy, wo die Ergebnisse des Projektes «Strukturwandel im Detailhandel» präsentiert wurden. Sie alle sind der Einladung der Metropolitankonferenz Zürich, der IG Detailhandel Schweiz und der Swiss Retail Federation gefolgt und konnten nebst konkreten Handlungsempfehlungen spannende Aspekte aus einer angeregten Podiumsdiskussion mitnehmen.

Begrüsst wurden die Gäste von Regierungsrat Walter Schönholzer, Kanton Thurgau, in seiner Funktion als Vertreter des Metrorats und als Projektgötti. Er unterstrich insbesondere die Bedeutung der Metropolitankonferenz für genau solche Projekte. «Innovations- & Transformationsfähigkeit», «Strategien für Stadt- und Ortszentren», «Regulatorien», «Erreichbarkeit» und «Zusammenarbeit». So lauten die Handlungsfelder, die im Rahmen des Projektes «Strukturwandel im Detailhandel» erarbeitet wurden. Simon Keller, Projektleiter bei der Stadtentwicklung Zürich, führte diese während der Präsentation der Projektergebnisse weiter aus. So könne dem Strukturwandel unter anderem die Stirn geboten werden, indem Detailhändler Kooperationen mit ergänzenden Dienstleistern eingehen – zum Beispiel ein Modegeschäft mit der benachbarten Schneiderei. Keller erinnert daran, dass keine einzelne Massnahme, sondern eine der Situation angepasste Massnahmen-Kombination zielführend sei – beispielsweise, indem «Stadt, Gewerbe und Immobilienbesitzer sinnvolle Zwischennutzungsprogramme entwickeln».

Dialogbereitschaft auf allen Seiten vorhanden

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung hoben alle Beteiligten die Wichtigkeit des Dialoges hervor. Markus Neukom, Leiter Wirtschaftspolitik beim Migros-Genossenschafts-Bund, sieht im Projekt den Beweis dafür, dass die Dialogbereitschaft auf allen Seiten vorhanden sei. Dagmar Jenni, Vorsitzende der Swiss Retail Federation, sprach von einem «Pilotprojekt», das zeigt, «dass der Detailhandel ein wichtiger Pfeiler für die Lebensqualität der Bürger ist». Auch Anna Schindler, Direktorin der Stadtentwicklung Zürich, hob den Stellenwert des Projektes hervor. Dieses zeige, dass der Strukturwandel alle Seiten – sprich die Politik, den Detailhandel und die Immobilienbesitzer – vor die gleichen Probleme stelle. Deshalb sei es wichtig, auch über das Projekt hinaus an «gemeinsamen Lösungen weiterzuarbeiten».

Austausch auf dem Podium und während dem Apéro

In einer angeregten Podiumsdiskussion sprachen Dagmar Jenni, Anna Schindler, Martin Schläpfer, ehem. Leiter Wirtschaftspolitik beim Migros-Genossenschafts-Bund, und Anders Stokholm, Stadtpräsident Frauenfeld, nicht nur über die Hintergründe des Strukturwandels und dessen Folgen. Vielmehr lag der Fokus auf konkreten Lösungsansätzen. Beispielsweise wurde die Interessensgemeinschaft «Frauenfelder Innenstadt» dafür gelobt, dass ein direkter Austausch zwischen Stadt, Gewerbe und Dienstleistern stattfindet. Zum Schluss forderte Walter Schönholzer, Regierungsrat Kanton Thurgau und Projektgötti, die Anwesenden dazu auf, Mut zur Lücke zu haben und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Politik, dem Detailhandel und der Immobilienbranche zu suchen. Für Letzteres lieferte der abschliessende Apéro den geeigneten Rahmen.

Mehr Infos unter www.metropolitanraum-zuerich.ch/detailhandel

Medienberichterstattung NZZ und Schweiz am Wochenende

Dorian Eichholzer, März 2019