Standortförderung durch Cleanteach-Qualitäten

Projektleiter David Weber

Mitte 2012 ist die Metropolitankonferenz Zürich im Rahmen des Projekts Zürich Green Region eine Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Energiestadt eingegangen. Ambitioniertes Ziel der Kooperation war es, den Anteil der Energiestädte unter den Mitgliedern der Metropolitankonferenz Zürich von rund 38 Prozent auf 50 Prozent zu erhöhen. Ende des letzten Jahres hat die Metropolitankonferenz Zürich die Zusammenarbeit abgeschlossen – Zeit für einen Rückblick.

Das Programm Energiestadt zertifiziert Gemeinden, die sich einer nachhaltigen Energiepolitik verschrieben haben. Energiestädte fördern erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Die Metropolitankonferenz hat sich im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des Programms dafür eingesetzt, dass ihre Mitgliedergemeinden Energiestädte werden und den Gebäudestandard gemäss Energiestadt anwenden. Dies trägt dazu bei, dass nicht nur die Cleantech-Qualitäten der zertifizierten Gemeinden selber, sondern auch des gesamten Metropolitanraums Zürich gestärkt werden.

Eine hohe Zahl an Energiestädten bringt dem Metropolitanraum Standortvorteile auf mehreren Ebenen. So belegt das unabhängige Label, dass die Cleantech-Qualitäten des Metropolitanraumes nicht nur aus Absichtserklärungen bestehen. Es bietet Anreize für Unternehmen, die vom Image der Cleantech-Region profitieren möchten. Und nicht zuletzt tragen die Energiestädte zur hohen Lebensqualität bei, da sie die Umwelt und ihre Ressourcen schonen.

Hohe Dichte von Energiestädten im Metropolitanraum Zürich
Der Anteil von Energiestädten im Metropolitanraum Zürich war bereits zu Beginn der Zusammenarbeit mit Energiestadt rund dreimal so hoch wie im Schweizer Durchschnitt; Im Jahr 2012 waren rund 38 Prozent aller Gemeinden im Metropolitanraum mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Um diesen Anteil noch zu vergrössern und um die Vereinsmitglieder bei der Realisierung von Energiesparmassnahmen zu unterstützen, ist die Metropolitankonferenz eine Partnerschaft mit Energiestadt eingegangen. Im Rahmen dieser Partnerschaft stellte die Metropolitankonferenz dem Trägerverein zusätzliche Mittel zur Verfügung, um im Metropolitanraum aktiv Erstberatungen für interessierte Gemeinden durchzuführen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit von der Metropolitankonferenz mit dem Trägerverein konnten zusätzliche Gemeinden als Energiestädte gewonnen werden. Aktuell sind nun über 45 Prozent der ursprünglichen Städte/Gemeinden* im Metropolitanraum als Energiestädte zertifiziert. «Das sehr ambitionierte Ziel von 50 Prozent haben wir leider nicht ganz erreicht. Mit der noch grösseren Dichte an Energiestädten konnten wir aber unseren Vorsprung gegenüber anderen Regionen weiter ausbauen und unseren gemeinsamen Wirtschaftsstandort als Cleantech-Region positionieren», sagt der Projektleiter David Weber. 

* Mitglieder zum Zeitpunkt des Kooperationsbeginnes 2012.

Ladina Härtlli/Februar 2015