Der Metropolitanraum Zürich rückt näher zusammen

Der Schaffhauser Regierungsrat Reto Dubach hat im Mai 2015 das Präsidium der Metropolitankonferenz Zürich übernommen. Eine Momentaufnahme nach einem halben Jahr im Amt.

«Vor sechs Monaten habe ich das Amt als Präsident der Metropolitankonferenz Zürich übernommen. Der Kanton Schaffhausen engagiert sich aber schon viel länger im Verein: Wir gehören zu den Gründungsmitgliedern von 2009. Als Grenzkanton wissen wir um die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Vernetzung und Zusammenarbeit.

Das ist aus meiner Sicht eine der grossen Stärken der Metropolitankonferenz: Sie bietet ihren Mitgliedern eine Plattform, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Nirgends sonst können Gemeinden, Städte und Kantone so unkompliziert aufeinandertreffen und gemeinsam Herausforderungen angehen, die sich nicht mehr im Alleingang lösen lassen. Solche Herausforderungen gibt es mehr und mehr; Themen wie die Verkehrsentwicklung, der demografische Wandel oder die Zersiedelung machen nicht vor der Gemeinde- oder der Kantonsgrenze Halt.

Obwohl die Kantone und Gemeinden des Metropolitanraums Zürich durch diese Themen miteinander verbunden sind, ist die grenzübergreifende Zusammenarbeit keine Selbstverständlichkeit. In der Schweiz hat die Kooperation in funktionalen Räumen noch keine lange Tradition. Die Metropolitankonferenz Zürich nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Das brachte mit sich, dass wir erst ausloten mussten, was dieser Verein eigentlich beitragen will und kann. Nach sechs Jahren Vereinstätigkeit können wir auf einige Erfolge zurückblicken: Wir sind organisatorisch sehr gut aufgestellt, haben über ein Dutzend Projekte angepackt und bieten unseren Mitgliedern praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Aber das Wichtigste: Der Metropolitanraum Zürich ist näher zusammengerückt, trotz der grossen Diversität seiner Mitglieder.

Wir werden auch weiterhin sehr vielfältige Ausgangslagen und Meinungen zu vereinen haben. Aber der Weg zur Vernetzung und Zusammenarbeit ist eingeschlagen und wir wollen ihn weitergehen. Das hat eine im Sommer lancierte Strategiediskussion zur zukünftigen Ausrichtung klar gezeigt. Ich freue mich auf den Austausch, die Zusammenarbeit und viele gute zukünftige Projekte im Rahmen der Metropolitankonferenz Zürich.»


Im November 2015