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Raumkompass

Industrie- und Gewerbeareale, öffentliche Liegenschaften und Büros haben oft schwach ausgelastete Flächen, während Nachwuchsförderungsorganisationen günstige Räume suchen, um Kindern und Jugendlichen wichtige Zukunftskompetenzen zu vermitteln. Hier setzt der «Raumkompass» an und bringt Angebot und Nachfrage auf einer digitalen Plattform zusammen.

Ausgangslage

Der Metropolitanraum Zürich verfügt über beachtliches Potenzial an unter- oder wenig genutzten Räumlichkeiten in Unternehmen, Gemeinden und öffentlichen Infrastrukturen – insbesondere in stadtnahen und ländlichen Zentren. Gleichzeitig haben viele Bildungs- und Nachwuchsförderungsangebote, die MINT+-Kompetenzen1 und Future Skills2 vermitteln, Schwierigkeiten, Zugang zu geeigneten Lern- und Experimentierräumen zu erhalten. Kurzum den «Raumhabenden» fehlen oftmals standardisierte Prozesse zur Öffnung ihrer Flächen, den «Raumsuchenden» hingegen fehlt der systematische Zugang zu kostenlosen oder vergünstigten Räumen. Der «Raumkompass» setzt hier an und will die flexible Mehrfachnutzung bestehender Räume ermöglichen.

Das Projekt in der Umsetzung

Den Auftakt bildet eine Raum- und Bedarfsanalyse im Metropolitanraum: Verfügbare Flächen in Unternehmen, Gemeinden und Institutionen werden erhoben und dem ebenfalls erfassten Bedarf von Bildungs- und Nachwuchsförderorganisationen gegenübergestellt. Diese Daten von Raumanbietenden und Raumsuchenden bilden die Grundlage für die digitale Plattform «Raumkompass» mit interaktiver Raumübersicht und Matching-Tool. Begleitend wird ein Governance-Modell entwickelt, das Rollen, Prozesse und Rahmenbedingungen regelt. So wird die Basis für einen skalierbaren, dauerhaften Betrieb der Plattform für den gesamten Metropolitanraum Zürich geschaffen. In Pilotgemeinden sind erste Nutzungspartnerschaften in Klärung.

Ziel der Metropolitankonferenz Zürich

Der «Raumkompass» stärkt den Metropolitanraum Zürich als attraktiven Innovations- und Bildungsstandort sowie alle beteiligten Akteure: Gemeinden erschliessen bestehende Infrastrukturen, vermeiden Neubauten und beleben ihre Zentren. Unternehmen und Institutionen stärken ihr Profil als Innovationspartner und fördern gezielt den MINT+-Nachwuchs. Bildungsakteure erhalten planbaren Zugang zu geeigneten Lern- und Experimentierräumen. So entstehen neue Kooperationen und Synergien zwischen Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft, mit positiven Auswirkungen auf den gesamten Metropolitanraum.

1 MINT+ steht für einen erweiterten Bildungsansatz, der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik mit überfachlichen Kompetenzen (z. B. kritisches Denken, Problemlösekompetenz, Kooperationsfähigkeit) sowie anderen Disziplinen (z. B. Kunst, Politik- und Wirtschaftswissenschaften oder Philosophie) verbindet.

2 Future Skills sind überfachliche Kompetenzen und Methoden (z. B. kritisches Denken, Problemlösekompetenz, Kooperationsfähigkeit), die zukünftig immer wichtiger werden.

Institution: Future Lab Zürich, Amt für Wirtschaft Kanton Zürich, BOSSOW Strategy. Transfer. Impact. GmbH